Wer kennt sie nicht, die Idole der Gesellschaftsstrukturen. Sie alle zielen darauf ab zu definieren, was erstrebenswert ist, doch scheinbar fällt es uns gewaltig schwer anzuerkennen, dass alle Menschen wertgleich sind, unabhängig davon, wie sehr sie den Idealen entsprechen und inwiefern Kulturen Ideale bewerten. Die Tatsache, dass Ideale prägen, als wer wir gesehen werden prägt auch mich und meine Chancen mich gesellschaftlich zu positionieren.

Meine Position ist die des Benachteiligten. Damit bin ich unzufrieden, und deshalb habe ich mich auf die Suche nach großen Lösungen begeben. Lange Zeit lang habe ich versucht die große Wahrheit hinter kleinen Worten zu finden, nur um am Ende alles in Form von Zahlen zu verstehen, deren Reihenfolge definiert, wie die Signifikanten der Sprache unsere Gedankengänge ordnen. Das Wechselspiel von Gut und Böse Richtig und Falsch Gut und Schlecht, basiert auf binärem 1 und 0. Und diese Signifikanten lassen sich durch das optimale Verhältnis in viele Richtungen verschieben. Bloß die Basissignifikanten unserer natürlichen Beschaffenheit bleiben immer gleich. So können wir Gerüche die wir nicht mögen unmöglich mögen und auf der Basis kleiner Feinheiten baut unser gesamtes Weltbild auf.

Unter einer Signifikante stelle ich mir eine begründete Positionierung in einem an sich neutralen System vor. Wir positionieren uns basierend auf unserem Glauben und die Glaubenssätze sind wiederum platzierte Elemente bewusstseinsprägender Signifikanten. Es existieren gedanklich eigentlich nur Verknüpfungen, Grundannahmen, Signifikanten und Resultate. In dieser Reihenfolge ordnen wir unseren Geist und das definiert auf welcher „Ebene“ wir denken. Die Signifikanten zu verschieben, also die Persönlichkeit zu bewegen ist die Philosophie. Die Arbeit an den Grundannahmen ist dabei der erste Schritt um zu anderen Ergebnissen, als zu den bekannten zu gelangen.

Und natürlich hoffe ich, dass meine dargebotenen Fragmente der Weisheit als sinnvolle Grundlage dienen können eure Signifikanten gezielter zu steuern, um so urteilen zu können, wie es der Sinnhaftigkeit und eben nicht der Prägung entspricht. Wobei erwähnt werden soll, dass ein Aphorismus nur so gut sein kann, wie die Bildung der Person, die ihn gerade interpretiert, da er nie die Allgemeingültigkeit enthält, die er durch seine Formulierung für sich beansprucht.

Ein Fragment der Weisheit ist von dem her ein unvollständiges Bindeglied, das zwischen dem Zweifel, dem Glauben und dem Wissen so vermittelt, dass die Idee einer Wahrheit erkennbar wird, die an sich nicht existiert. Nur der Zweifel, der Glaube und das Wissen existieren.

Der Zweifel ist der Minus Pol, das Wissen ist der Plus Pol und der Glaube ist die Energie, die das Muster der Persönlichkeit in eine logische Ordnung überführt.

Wissen ist also Vertrauen in die Signifikante, Zweifel ist Misstrauen in die Signifikante und der Glaube ist die geistige Energie, die uns dazu verleitet so zu handeln wie wir es momentan wollen. Und das ist dann die Entscheidung, also das Resultat.