In meiner Lebensrealität war ich stets ein kreativer Einzelgänger, ein Sonderling, der mit den Normen gebrochen und Autoritäten infrage gestellt hat.

Meine Reise in der ich zum Philosophen wurde begann in der 4. Klasse meiner Mittelschule. Damals habe ich plötzlich begriffen: Die Dinge die ich denke, möchte, tue, sind dumm!

Das hatte zur Folge, dass ich mich von einem auf den anderen Tag fast völlig aus der Kommunikation zurückzog. Ich habe mir etwas neues gesucht, ja einen Neuanfang.

Als ich dann in die HTL kam, wollte ich diesen Neubeginn vollziehen. Meine Noten verschlechterten sich auf das Maß meines persönlichen Anspruchs und durch elterliche Abwertung und schulisches Mobbing verringerte sich dieser Anspruch auf die absoluten Minimalanforderungen.

Der kreative Geist begann aber am Abend zu glühen und das nächtliche Grübeln wurde zu meinem Hauch intellektueller Potenz, der etwas neues aus mir machen sollte. Einen neuen Lukas, einen Aphoristiker.

Die dumme Zeit wandelte sich in ein neues Leben. Aus mir wurde jemand. Ich verließ die HTL, ich hatte sie nicht geschafft, ich verrichtete den Militärdienst und dann kam der echte Neubeginn, in dem ich auch zum Philosophen wurde.

Ich besuchte die Abendschule, verliebte mich unsterblich, hatte gute Noten, noch bessere Ideen, sowie zukunftsVisionen, ich wollte alles und es kam alles ganz anders.

Ich machte schlapp. Genauer gesagt, die Liebe wollte ich verschieben um vorher noch soziale Kompetenzen zu trainieren und sie wollte das nicht hinnehmen und wurde garstig, frech, hinterlistig und übel. Sie ruinierte mich mit Verfolgung, Falschheit und gezielter Abwertung und Verletzung.

Genau will ich das jetzt gar nicht aufrollen, aber als sie damit angefangen hat so aufzutreten, als würde sie gequält werden, war bei mir alles aus.

Seit dem starte ich den dritten Neuanfang und im Rahmen dieses neuen Anfangs entstand auch dieser Blog. Ich wurde Schizophren, begann regelmäßig zu schamanieren, erlangte Kontrolle über meinen Wahn und nun ist meine Lebensrealität an mir vorbeigegangen.

Die Stufen sind erklommen und das Wissen ist verstanden. Die regelmäßigen Wirrheiten sind verdaut und interpretiert. Alles beruht nun auf Wissen und Verständnis, aber aufgenommen und akzeptiert werde ich von niemandem.

Ich will gesehen werden, als jemand, der nicht aufgegeben hat und im Gewitter der Turbolenz mit kühlem Kopf gegen die Wand der Ablehnung gestoßen ist und nicht mehr weiß, wie er mit sich umgehen und das Leben einordnen soll.

Für mich gibt es viele Optionen, aber die einzige Wahrheit ist doch wieder die Gewissheit, dass ich nicht zu einer Form von Wesen wurde, oder werden kann, die ich als akzeptabel interpretiere.

Ich bin in meinen Möglichkeiten nun zu beschränkt, um politische Reformen, oder technologische Entwicklung zu fördern und so dichte ich im Namen der SatzBauFreude und habe als Perspektive nur noch den Ausweg die Sinnlosigkeit meines Daseins als das zu verstehen, was es ist.

Das verweilen als Mensch mit gebrochenem Herzen, verwirrtem Verstand, geschwächtem Willen und mit einem trägen Körper.

Das Einzige was mir noch gelingen will und was mir noch etwas bedeutet sind meine Sinnsprüche. Oft hadere ich und will, dass man mich entsorgen möge. Ich kann keinen Nutzen in mir sehen und so will ich nicht gerne leben. Ich bin zu gebrochen, zu verletzt um nun noch etwas aus mir zu machen.

Mein Leben ist kurz gefasst die Geschichte eines Menschen mit viel Potential, der viel verbessern wollte, aber letztlich nur Bedeutungen im Wirrwarr der Abstraktionen finden konnte, ohne jemals konkret etwas zu erreichen, oder das überhaupt noch schaffen zu können.